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Arbeitslos über 50: Was ältere Arbeitslose beachten müssen

Arbeitslos über 50
Arbeitslos über 50

Plötzliche Arbeitslosigkeit trifft wohl so ziemlich jeden hart, aber ein besonderer Schock ist es für ältere Arbeitslose. Menschen, die oft jahrzehntelang gearbeitet haben, stehen nun plötzlich vor dem Nichs und wissen nicht, wie es weitergehen soll. Was ältere Arbeitslose ab 50 beachten sollten, finden Sie in diesem Artikel.

Zunächst mal sollte die Kündigung genauestens geprüft werden. Nur drei Kündigungsgründe sind erlaubt: personenbedingt, verhaltensbedingt und betriebsbedingt. Alle anderen Gründe führen zur Unwirksamkeit. Lassen Sie die Kündigung am besten durch einen Rechtsanwalt prüfen. Dabei gilt es keine Zeit zu verlieren, denn eine Klage gegen die Kündigung ist nur innerhalb von 3 Wochen möglich.

Ist Ihnen wohlmöglich eine Abfindung angeboten worden, weist dies darauf hin, dass eine ordentliche Kündigung nicht möglich ist bzw. war. Mit Hilfe einer Abfindung versuchen Firmen manchmal weniger leistungsfähigere, ältere Arbeitnehmer loszuwerden.

Verlieren Sie keine Zeit nach der Entlassung die Agentur für Arbeit aufzusuchen. Arbeitslosengeld wird nie rückwirkend bezahlt und jeh früher Sie sich melden, umso eher können die Vermittlungsbemühungen zu einer neuen Arbeit starten. Anders als bei jüngeren Arbeitslosen gibt es für Menschen ab 58 Jahren bis zu 24 Monate Arbeitslosengeld. Wer länger als zwei Jahre arbeitslos ist, hat Anspruch auf das Arbeitslosengeld II, auch bekannt als Hartz4. Allerdings haben gerade ältere Arbeitslose zuvor einiges an Vermögen angespart, welches sie zunächst aufbrauchen müssen, um Anspruch auf Arbeitslosengeld II zu haben. Das Schonvermögen beträgt lediglich 150 EUR pro Lebensjahr des Arbeitslosen. Um dies zu umgehen, empfiehlt es sich zu überlegen, das angesparte Vermögen als Kapital zum Start in die Selbstständigkeit zu nutzen. Eine weitere Möglichkeit wäre von den Ersparnissen z.B. ein Haus zu kaufen und zu bewohnen, denn Wohneigentum wird bei Bezug von Arbeitslosengeld II nicht angetastet.

Die Agenturen für Arbeit bieten einige besondere Förderungs- und Vermittlungsprogramme für ältere Arbeitslose an. Ein persönliches Gespräch mit dem Arbeitsvermittler gibt Aufschluss darüber, was für den Einzelnen in Betracht kommt. Verlassen Sie sich aber nicht alleine auf die Arbeitsagenturen bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Zeigen Sie Eigeninitiative und bewerben Sie sich selbstständig bei potentiellen, neuen Arbeitgebern.

Besonders wichtig ist, dass Sie nie vergessen, wer Sie sind und was Sie können. Als älterer Arbeitsloser fühlt man sich schnell aussortiert, nicht mehr gewollt und als zweite Wahl gegenüber jüngeren Arbeitern. Aber denken Sie an Ihre Stärken. Im Gegensatz zu den Jüngeren, verfügen Sie z.B. über einiges mehr an Berufserfahrung. Und das ist immer noch ein großer Pluspunkt und für viele Arbeitgeber ein gutes Argument, Ihnen eine neue Tätigkeit anzubieten.

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